Rückwärtsfahren mit dem Transporter – Sicherheitstipps

Fahrtipps:
Die meisten Schäden am Transporter entstehen beim Rückwärtsfahren, was unangenehme Folgen hat für den Mieter als auch für den Vermieter. Man kann also besser vorbeugen, als dass man hinterher mit unnötigen hohen Unkosten konfrontiert wird. Wie kann man diese Schäden vermeiden oder wenigstens das Risiko verringern.

Sprinter

Vor der Übergabe des Transporters werden erst die Mietformalitäten erledigt. Dabei wird der Kunde gefragt, ob er auch der Fahrer des Transporters ist , weil der, dessen Name im Mietvertrag eingetragen ist, allein zum Führen des Fahrzeugs berechtigt ist. Bei einem unberechtigten Fahrer entfällt der vereinbarte Versicherungsschutz. Außerdem ist der Mieter derjenige, der im Falle eines Unfalls oder eines wie auch immer gearteten Schadens am Mietfahrzeug  haftbar ist und für eventuelle  Unkosten/Schadensbehebung  aufkommen muss. Daher sollte man es sich gut überlegen, wenn man gefragt wird, für einen Freund oder Bekannten als Mieter einzuspringen ,weil dieser keine Fahrerlaubnis besitzt. Denn das bedeutet auch, wie oben schon erläutert, dass man für alle Kosten, die im schlimmsten Fall auf einen zukommen könnten, einstehen muss. Eine Möglichkeit, einem Freund trotzdem zu helfen, ist, dass man sich nicht als Mieter sondern als zusätzlichen Fahrer eintragen lässt, was für einen geringen Unkostenbeitrag möglich ist. Außerdem  sollte die Versicherungsfrage gut überlegt sein, denn im Mietpreis enthalten ist nur die gesetzliche Haftpflichtversicherung, die nicht die Schäden am Mietfahrzeug deckt. Für einen kleinen Extrabetrag am Tag kann man sich jedoch Vollkaskoversichern und man steht  nicht hinterher da mit der Frage, wie man evtl. tausende von Euros abzahlen soll, denn schon der vermeintlich kleine Kratzer oder die kleine Delle verursachen meist hohe Reparaturkosten. Im schlimmsten Fall kommen irgendwann auch noch die Kosten für die Verpflichtungen beim Inkassobüro hinzu. Wenn man die Kunden fragt, ob Sie eine Vollkaskoversicherung oder eine Haftpflichtversicherung  haben wollen, ist oft die Antwort: „Eine Haftpflicht reicht,  wir fahren ja nicht viele Kilometer“. Aber das Unfallrisiko steht in keiner Relation zu den gefahrenen Kilometer. Mit anderen Worten, selbst bei einer kurzen Strecke kann was schief laufen.

Wir haben im vergangenen Jahr die Erfahrung gemacht, dass  Schäden nicht unbedingt nur auf langen Fahrt entstehen. Ein Unfall passierte bei einer Vermietung, bei der insgesamt nur 6 Kilometer gefahren wurden; beim Umzug innerhalb der Ortschaft, während des Rückwärtsfahrens auf einem Parkplatz. Dabei handelte es sich auf den ersten Blick um eine Bagatelle, was die Größe des Schadens betraf. Dieser sogenannte“ Bagatellschaden“ verursachte jedoch Reparaturkosten in Höhe von einigen Tausend Euros.

Möbel zu schleppen und zu transportieren in einem Transporter, den zu fahren man meist nicht gewohnt ist, oder einen gesamten Umzug zu meistern,  ist kein Alltag und für die meisten Leute anstrengend, also versucht jeder, mit seinen Kräften auszukommen. Wenn man seine Möbel in den Transporter getragen hat und die Fahrt steht an, freut man sich auf eine kleine Pause während der Fahrt.

Rückwärtsfahren

Aber man sollte trotzdem aufmerksam bleiben, denn ein Unfall ist schnell passiert und auch eine kleine Beule kann recht teuer werden, wie schon im oberen Absatz erwähnt. Da man sowieso meist  zu zweit unterwegs ist, sollten bei der Ankunft nicht beide Personen im Transporter sitzen bleiben, was häufig aus Bequemlichkeit und sicher auch Erschöpfung nach der ganzen Schlepperei der Fall ist. Die beste Möglichkeit, das Risiko von Schäden beim Einparken zu verhindern oder zumindest zu minimieren, ist, dass der Beifahrer dem Fahrer hilft, indem er aussteigt und dem Fahrer durch Handzeichen Hilfestellung gibt beim Rangieren in die Parklücke oder auf beengtem Entladeraum vorm Haus.

Der Fahrer sollte seinen Beifahrer nicht schonen, weil der müde ist oder weil es gerade regnet. Nein, falls erforderlich, muß er ihn auffordern,  beim Rückwärtsfahren zu helfen. Immerhin ist es in seinem Interesse, dass alles reibungslos abläuft, denn der Mieter ist schließlich der Verantwortliche, wenn ein Schaden am Transporter oder an einem anderen Fahrzeug entsteht. Es empfehlt sich, sich gegenseitig zu helfen, weil der Umzug dauert meistens nur einen Tag, wenn Familie oder Freunden mithelfen.

Folgendes ist zu beachten: Der Fahrer darf nur rückwärtsfahren oder zurücksetzen , wenn sichergestellt ist, dass keine Personen gefährdet werden. Kann dies nicht sichergestellt werden, muß er sich einweisen lassen. Diesen Job kann der Beifahrer erfüllen.

Handy

Der Einweiser darf sich nur im Sichtbereich des Fahrers aufhalten und nicht zwischen dem sich bewegenden Fahrzeug und in dessen Bewegungsrichtung befindlichen Hindernissen. Der Einweiser sollte während des Einweisens keine anderen Tätigkeiten ausführen, z.B. mit dem Handy telefonieren.

Das Rückwärtsfahren sollte möglichst vermieden werden und beim Rückwärtsfahren ist besondere Vorsicht geboten. Fahren Sie deshalb nur mit Schrittgeschwindigkeit.

 

 

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